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Warum effektive Hybridarbeit die Zusammenarbeit von Netzwerk- und Sicherheitsteams erfordert

Exclusive Networks

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10 Okt. 2024

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In der sich schnell entwickelnden Unternehmenslandschaft von heute ist das hybride Arbeiten zu einem bedeutenden Trend geworden. Laut dem jüngsten Forbes-Bericht "Remote Work Statistics And Trends In 2024" äußern 98 % der Arbeitnehmer weltweit den Wunsch, zumindest zeitweise von zu Hause aus zu arbeiten.

Darüber hinaus berichtet Gartner, dass 48 % der Arbeitnehmer heute zumindest zeitweise per Fernzugriff arbeiten werden, verglichen mit 30 % vor der Pandemie. Der Bericht zeigt auch, dass Mitte 2024 26 % der Mitarbeiter in einem hybriden Modell arbeiten werden, d. h. sie werden ihre Zeit zwischen Zuhause und dem Büro aufteilen.

Diese Verschiebung hat die Notwendigkeit für Netzwerk- und Sicherheitsteams verstärkt, eng zusammenzuarbeiten, um den nahtlosen Betrieb und die Sicherheit von Unternehmensnetzwerken zu gewährleisten.

Der Bedarf an Zusammenarbeit

Mit der zunehmenden Abhängigkeit von Cloud Computing, Remote-Konnektivität und hybriden Arbeitsumgebungen werden die traditionellen Silos zwischen Netzwerk- und Sicherheitsteams immer weniger praktikabel.
Jüngste Untersuchungen* zeigen, dass eine große Anzahl von Unternehmen die Bedeutung dieser Zusammenarbeit erkannt hat. In einer Umfrage unter 1.694 IT-Leitern weltweit gaben 44 % an, dass Netzwerk- und Sicherheitsteams zusammenarbeiten müssen, während weitere 30 % die Notwendigkeit gemeinsamer Prozesse betonten.

Die Umsetzung dieser Zusammenarbeit ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die Umfrage ergab, dass 12 % der Befragten über Revierkämpfe oder Streitigkeiten zwischen den Teams berichteten und 34 % gelegentlich Probleme bei der Zusammenarbeit hatten. Trotz dieser Herausforderungen gaben 54 % der Unternehmen an, dass ihre Netzwerk- und Sicherheitsteams derzeit gut zusammenarbeiten.

Die Rolle von Zero Trust bei der Förderung der Zusammenarbeit

Die Einführung von Zero Trust nimmt rapide zu, da Unternehmen bestrebt sind, ihre Sicherheitslage zu verbessern und die digitale Transformation zu unterstützen. Die Zunahme von dezentralen und hybriden Arbeitsumgebungen ist der Hauptgrund für diesen Wandel, da sie robuste Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von verteilten Netzwerken und Endpunkten erfordern.

Einem aktuellen Bericht zufolge hat sich der Anteil der Unternehmen weltweit, die eine Zero-Trust-Initiative implementiert haben, in den letzten drei Jahren fast verdreifacht: von 24 % im Jahr 2021 auf 61 % im Jahr 2023. Dieses Wachstum wird durch den Bedarf an skalierbaren, in der Cloud bereitgestellten Sicherheitslösungen angeheizt, die einen sicheren Zugriff unabhängig vom Standort ermöglichen. Darüber hinaus drängt der Fachkräftemangel im Bereich der Cybersicherheit die Unternehmen dazu, Managed Services einzuführen. Die Einführung dieser Modelle ist entscheidend für die Eindämmung von Cyber-Bedrohungen, die Gewährleistung der Compliance und die Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität in einer zunehmend komplexen digitalen Landschaft.

Die Auswirkungen auf Netzwerk- und Sicherheitsteams

Die zunehmende Einführung von Zero-Trust-Modellen erfordert eine engere Zusammenarbeit zwischen Netzwerk- und Sicherheitsteams, da es sich um integrierte Frameworks handelt. Zero Trust erfordert eine kontinuierliche Überprüfung von Benutzer- und Geräteidentitäten und kombiniert Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen, um einen sicheren Zugriff von jedem Ort aus zu ermöglichen. Diese Konvergenz bedeutet, dass Netzwerk- und Sicherheitsteams zusammenarbeiten müssen, um eine nahtlose Implementierung und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

So müssen Netzwerkteams beispielsweise die Sicherheitsrichtlinien verstehen, um Netzwerkpfade und Zugriffskontrollen richtig zu konfigurieren, während Sicherheitsteams die Netzwerkarchitektur kennen müssen, um Bedrohungen effektiv zu überwachen und darauf zu reagieren. Wenn diese Teams nicht aufeinander abgestimmt sind, kann dies zu Sicherheitslücken und Ineffizienzen führen. Durch ihre Zusammenarbeit können sie eine einheitliche Strategie entwickeln, die die Sicherheitslage und die betriebliche Effizienz verbessert und letztlich die Ziele der digitalen Transformation des Unternehmens unterstützt.*

Beispiele für Konvergenz in der realen Welt

Ein bemerkenswertes Beispiel für erfolgreiche Konvergenz ist Carlsberg, das seine Netzwerk- und Sicherheitsteams konsolidiert hat. Tal Arad, CISO und Leiter der Technologieabteilung von Carlsberg, hob die Vorteile dieses Ansatzes hervor und erklärte, dass dadurch Revierkämpfe vermieden werden und Probleme schneller erkannt und gelöst werden können. Dieser einheitliche Ansatz stellt sicher, dass sowohl der Netzwerk- als auch der Sicherheitsbetrieb auf das gemeinsame Ziel der Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität hinarbeiten.

Strategien für eine wirksame Zusammenarbeit

Um eine effektive Zusammenarbeit zwischen Netzwerk- und Sicherheitsteams zu ermöglichen, können Unternehmensleiter mehrere Schritte unternehmen:

  1. Die Vision vereinheitlichen: Die Unternehmensleitung sollte die Prioritäten beider Teams an einer gemeinsamen Vision ausrichten, die die übergeordneten Geschäftsziele des Unternehmens unterstützt. Diese einheitliche Vision dient als Grundlage für die künftige Zusammenarbeit.
  2. Lokalisieren Sie die Schmerzpunkte: Identifizieren Sie potenzielle operative Lücken oder Herausforderungen, die sich aus der Änderung der traditionellen Arbeitsweise der Teams ergeben können, und gehen Sie diese an. Das Verständnis dieser Schmerzpunkte ist entscheidend für eine reibungslose Zusammenarbeit.
  3. Beginnen Sie, Fragen zu stellen: Fördern Sie die teamübergreifende Kommunikation, indem Sie gezielte Fragen stellen, die sowohl von den Netzwerk- als auch den Sicherheitsverantwortlichen beantwortet werden müssen. Dieser Ansatz hilft dabei, Bereiche zu identifizieren, in denen eine Zusammenarbeit erforderlich ist, und fördert eine engere Arbeitsbeziehung.

*Die richtigen Fragen stellen.

Hier sind ein paar Beispiele für den Anfang:

  1. Reaktion auf Vorfälle:
    • "Wie kann unser Netzwerkteam bei der Erkennung und Behebung von Sicherheitsvorfällen helfen?"
    • "Welches sind die wichtigsten Indikatoren für eine Gefährdung, die unser Sicherheitsteam aus den Netzwerkprotokollen ablesen muss?
  2. Netzwerkdesign und -sicherheit:
    • "Welche Sicherheitsmaßnahmen sollten in unser Netzwerkdesign integriert werden, um potenzielle Bedrohungen zu verhindern?"
    • "Wie können wir sicherstellen, dass unsere Netzwerkarchitektur sowohl die Leistungs- als auch die Sicherheitsanforderungen erfüllt?
  3. Entwicklung von Richtlinien:
    • "Welche Netzwerkrichtlinien müssen aktualisiert werden, um mit unseren neuesten Sicherheitsprotokollen übereinzustimmen?
    • "Wie können wir gemeinsam eine einheitliche Richtlinie für die Verwaltung des Netzwerkzugangs und der Sicherheit erstellen?
  4. Bedrohungsanalyse:
    • "Welche Arten von Netzwerkverkehrsmustern sollten wir auf potenzielle Sicherheitsbedrohungen überwachen?
    • "Wie können wir Bedrohungsdaten zwischen unseren Teams austauschen, um die allgemeine Sicherheitslage zu verbessern?
  5. Einhaltung von Vorschriften und Audits:
    • "Welche Compliance-Anforderungen wirken sich auf den Netzwerk- und Sicherheitsbetrieb aus?
    • "Wie können wir unsere Audit-Prozesse rationalisieren, um sicherzustellen, dass sowohl Netzwerk- als auch Sicherheitsstandards eingehalten werden?
  6. Schulung und Sensibilisierung:
    • "Welche Schulungsprogramme können wir entwickeln, um das Sicherheitsbewusstsein unseres Netzwerkteams zu verbessern?
    • "Wie kann unser Sicherheitsteam davon profitieren, die neuesten Netzwerktechnologien und -trends zu verstehen?"

Das Gleichgewicht finden

Letztlich geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen Netzwerkleistung und Sicherheit zu finden. Traditionell wurde die Sicherheit als Kompromiss gegen die Leistung betrachtet, aber diese Denkweise muss sich ändern. Durch die Zusammenarbeit von Netzwerk- und Sicherheitsteams kann ein Gleichgewicht erreicht werden, das den Anforderungen des Unternehmens am besten gerecht wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zunahme der hybriden Arbeitsweise eine engere Zusammenarbeit zwischen Netzwerk- und Sicherheitsteams erforderlich macht. Durch den Einsatz eines Zero-Trust-Modells und die Annahme von Strategien zur Vereinheitlichung ihrer Bemühungen können Unternehmen ein sicheres und effizientes Netzwerk gewährleisten, das ihre Geschäftsziele unterstützt.


Quellen:

Forbes
https://www.forbes.com/uk/advisor/business/remote-work-statistics/

SC-Magazin
https://www.scmagazine.com/resource/how-network-transformation-is-driving-demand-for-sase-and-zero-trust-edge-services

Microsoft.de
Richten Sie Ihre Sicherheits- und Netzwerkteams auf die Sicherheitsanforderungen von Zero Trust aus
https://www.microsoft.com/en-us/security/blog/2022/01/10/align-your-security-and-network-teams-to-zero-trust-security-demands/
https://www.microsoft.com/en-us/worklab/work-trend-index/hybrid-work

Bericht zur Einführung von Zero Trust
Bericht über die Einführung von Zero Trust: Wie steht Ihr Unternehmen im Vergleich da? | Microsoft Sicherheits-Blog

*CATO

Netzwerk- und Sicherheitsteams sollen konvergieren und zusammenarbeiten | Network World

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